Leonardos letzte Nacht

"Ich weiß nicht mehr, wann wir uns das erste Mal getroffen haben. War es in Amboise, wo seine Ruhestätte liegt, oder in jener Flusslandschaft, die er bei seinem Tod genauso vor Augen hatte wie ich bei meinem eigenen ... Oder vielleicht war es auf einem der rauschenden Feste, die er wie kein anderer zu inszenieren wusste?

Ich weiß nur, dass ich ihm seither in sein Leben folgen möchte, um es zu ergründen, um ein wenig mehr Zeit mit ihm zu haben, ihm zuzuhören und zu verstehen. Denn ich fühle mich Leonardo da Vinci seit meiner Kindheit und über den Tod hinaus verbunden.“

In diesem Roman werden die Grenzen zwischen der realen und einer fiktiven Autorin fließend … Die erstere folgt der letztgenannten – in diesem Falle ihrer Protagonistin Ariane aus dem Roman „Im Wendekreis der Abendsonne“ – in ihr Romanmanuskript, um dort auf der Suche nach Leonardo mit ihr zu verschmelzen.


Das Buch will sich dem Künstler, Wissenschaftler und Ingenieur Leonardo da Vinci von einer ungewohnten Seite her nähern. Anhand eines fiktiven Erzählrahmens erlaubt die Autorin sich und dem Leser, Leonardo durch seine letzte Nacht hindurch zu begleiten und noch einmal ein Licht zu entzünden, das die verschiedenen menschlichen Aspekte dieses Mannes beleuchten soll. Eines Mannes, dessen lebenslanger Traum es gewesen war, dass ein Mensch sich in die Luft erheben sollte wie die von ihm so sehr geliebten Vögel …

Lesen Sie hierzu auch die Fragen und Antworten zum Buch 
am Ende dieser Seite.



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Meinungen zum Buch:

Ich habe mich in eine andere Welt versetzen lassen, viel gelernt und bin sehr von dem angetan, was die Autorin auf ihre Art über diese schillernde Persönlichkeit dem Leser anbietet. Ein historischer Roman mit Spannung, aber auch vielen Informationen zu Leonardos Bildern, die bestimmt dazu anregen, mal wieder ein Kunstbuch zur Hand zu nehmen oder ins Museum zu gehen. Meine Hochachtung für diesen Roman. Ich glaube, auch Leonardo wäre beeindruckt, könnte er sein Leben und Sterben in der vorliegenden Form nochmal erleben. Hier ist der Autorin wieder ein gutes, vielleicht ihr bestes, Buch gelungen und ich hoffe, es war nicht das letzte. - S.L., Korrekturleser



Die Idee des Buches gefällt mir sehr gut, Stunde um Stunde bis zu seinem Tod wird das Leben von Leonardo aus seiner Sicht erinnert. Bravo! Ein schönes Buch. - G.H., Korrekturleser

Nun zu den schönen Dingen in meinem Leben, und das ist dieses wundervolle Buch. Es liest sich flüssig und die Sprachmelodie ist wunderschön. Ich bin ganz im Geschehen drin. - D.S., Leserin

Das Cover gefällt mir gut. Und mir persönlich gefällt auch das Thema sehr gut. Viele Informationen, schön und interessant verpackt. Und für mich eine ganz neue Sicht auf Leonardo. Ich habe mir natürlich jedes Bild, von dem in dem Buch die Rede war, genauer im Internet ansehen müssen. Spannend, und viel dazu gelernt! - H.M., Korrekturleserin

Dein neues Buch gefällt mir wirklich gut! Ich habe gerne und mit Freude darin gelesen.

Du hast es toll geschrieben und auch die Sprache hat mir gut gefallen! 

Respekt für dein Schaffen.  - M.O., Leserin und Freundin


Ich habe Dein Buch fast fertig gelesen und kann nur sagen: Herzlichen Glückwünsch zu diesen Buch, es ist einfach großartig. Diese vielen kleinen historischen Details und die eindrucksvollen Schilderung von Leonardos Leben. Einfach super. - M.B., Leserin


Dein Buch wird gerade von R. gelesen. Wir sind uns schon einig: Es liest sich toll. Die Idee ist gut, man ist gefesselt und will dranbleiben. Das nenne ich einen gelungenen Roman, kurzweilig und interessant zugleich. Daumen hoch!                                 - A.H., Leserin und Freundin

Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit gelesen. Es hat mich tief beeindruckt, wie Du sein Seelenleben und seine Arbeit und die historischen Begebenheiten in dieser Zeit rund um ihn geschildert hast. Ein wirklich großartiges Buch. Immer, wenn ich einen Bericht über Leonardo höre, sehe oder lese, kommt mir Dein Buch wieder in Erinnerung und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass irgend jemand anderes so präzise und einfühlsam über diesen Künstler schreiben kann.
- M.B., Leserin

Das Buch liest sich sehr gut –  (...) ich war beeindruckt ...

Bin jetzt fast am Ende und frage mich die ganze Zeit, ob sie (die Protagonistin - Anm. d. Verf.) noch ihre Frage beantwortet bekommen wird – diese Spannung zieht sich durchs gesamte Buch!

Wieviel vom Inhalt real und wieviel Erfindung ist, da habe ich so gar keine Ahnung – aber es liest sich einfach so weg und ich finde es sehr interessant! - A.S., Leserin


(Anm. der Autorin: Die in den 12 Kapiteln („Stunden“) beschriebenen direkten Ereignisse im Leben Leonardos sind – bis auf eine auf Vermutungen basierende, dazu erfundene Figur – authentisch und beruhen auf seriösen Recherchen zu Leonardos Leben und Wirken. Zitate sind Leonardos Notizbüchern oder verbürgten Aussagen entnommen. Die Rahmenhandlung allerdings enthält diverse künstlerische Freiheiten.)



Häufig gestellte Fragen zum Roman „Leonardos Letzte Nacht“

Zu diesem Buch wurden mir seit seinem Erscheinen immer wieder  von meinen Lesern diverse Fragen gestellt, die ich an dieser Stelle beantworten möchte.

F.: Wie lange hast du an diesem Buch gearbeitet?

A.: Dieser Roman ist die längste literarische "Schwangerschaft", die ich je ausgetragen habe. Ich habe die Idee zu diesem Buch mehr als 50 Jahre mit mir herumgetragen, bis ich sie verwirklichen konnte. Recherchiert habe ich etwa ein Jahr, ein weiteres daran geschrieben.

F.: Kann man den Roman „Leonardos letzte Nacht“, der von dir als Teil einer Trilogie geschrieben wurde, auch lesen, wenn man die beiden Vorgängerromane "Viele Brücken - Ein Fluss" und "Im Wendekreis der Abendsonne" nicht kennt?

A.: Ganz sicher kann man das. Leonardo ist nur lose ein Teil einer Trilogie. Wer die Romane „Viele Brücken – Ein Fluss“ und „Im Wendekreis der Abendsonne“ nicht kennt, wird nur ganz zu Beginn vielleicht ein wenig verwirrt sein. Nur auf den ersten Seiten und ganz am Schluss gibt es Bezüge zum Wendekreis. Wie der Umschlagtext ja sagt, handelt es sich hier um eine Verschmelzung von mir als Autorin mit meiner Protagonistin Ariane aus den Brücken und dem Wendekreis. Der Leonardo ist ja das Buch, das Ariane im Wendekreis schreibt und nach dessen Fertigstellung sie stirbt. Daher ist in der Widmung auch Jean-Alain Marville aufgelistet, der ebenfalls fiktiv ist. Aber alles ab Seite 9 (Prolog) bis Seite 158 ist dann der Roman, so wie ich ihn auch ohne seine Vorgängerbücher geschrieben hätte. 

F.: Das heißt also, die zweite Person in der Widmung ist real?

A.: Ja, die ist für meine Freundin Johanna Siebert, eine alte Dame in Rangsdorf bei Berlin, die mich im Alter von 11 Jahren mit Leonardo da Vinci bekannt gemacht hat. Wir hatten trotz unseres Altersunterschiedes eine zauberhafte, sehr schöne Freundschaft. Mit ihr erlebte ich am Fernseher auch die erste bemannte Mondlandung, während ich ihre wundervolle Holundersuppe aß. Seitdem schmecke ich immer Holunder, wenn ich Bilder von Armstrong auf dem Mond sehe. Johanna führte mich in die klassische Musik ein und wir gingen ins Kino, um uns Filme wie „Goya“ von Konrad Wolf anzuschauen. Und sie schenkte mir eben ein Buch über Leonardo. Seitdem war ich „infiziert“, las alles über den Künstler, was ich bekommen konnte, und drang tief in sein Leben ein. So gesehen ist Johanna die Initiatorin, die Auslöserin, des Wunsches, eines Tages einmal „mein“ Buch über Leonardo zu schreiben. Nach einem halben Jahrhundert habe ich es jetzt in die Tat umgesetzt.

F.: Somit warst du sozusagen seit Deiner Kindheit eine Spezialistin für Leonardo und hast den relativ schmalen Band „aus dem  Ärmel geschüttelt“?

A.: Absolut nicht! Klar wusste ich viel über Leonardo, nun hatte aber vieles auch während meiner Erwachsenenjahre wieder brach gelegen. Man beschäftigt sich ja in seinem Leben phasenweise auch mit ganz anderen Dingen. Außerdem kannte ich mich mit den Leonardo umgebenden Menschen, mit seinen Lebens-Orten und der damaligen Politik nicht annähernd so gut aus. Und auch mit einigen Bildern hatte ich mich weniger auseinandergesetzt als mit anderen. Hinzu kam, dass im Laufe der Jahre ja neue Erkenntnisse über bestimmte Werke des Künstlers ans Licht gekommen waren. Man denke nur an den umstrittenen und mittlerweile rätselhafterweise verschwundenen „Salvator Mundi“. – Nein, es bedurfte einer sehr intensiven Recherche; viel mehr noch, als es bei den beiden vorhergehenden, fiktiven Romanen nötig war. Auch wenn ich für diese ebefalls viel recherchiert hatte, um sicherzustellen, dass ich Orte und Landschaften authentisch darstelle. Ich lebe – als Perfektionistin auch literarisch nicht gerne im Lala-Land.

F.: Wieviel am Leonardo-Roman ist absolut authentisch bzw. belegt, und wieviel ist erfunden?

A.: Wie gesagt, ich habe mich bei allen Fakten und Personen um absolute Quellentreue bemüht. Was Leonardos Leben betrifft, und soweit man Belege finden kann, habe ich nichts dazuerfunden. Zitate sind Leonardos Notizbüchern oder verbürgten Aussagen entnommen.

Natürlich ist die Rahmenhandlung mit Marguerite an Leonardos Totenbett fiktiv und hat so nicht stattgefunden. Damit befinde ich mich in hoher Gesellschaft, hat doch selbst König Franz I. geschummelt und behauptet, er habe Leonardos letzten Atem empfangen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt gar nicht in dessen Nähe war. Diese Rahmenhandlungs-Idee hat mir aber den Zugang zu meinem Thema ermöglicht: Leonardo und die Frauen. Zwei Sachen allerdings sind tatsächlich der künstlerischen Freiheit der Autorin zu verdanken: die Figur der Giovanna und die Zwiebelmarmelade. Es wurde oft gemutmaßt, ob Leonardo je eine sexuelle Beziehung zu einer Frau gehabt habe, und es wurde als denkbar eingestuft. Das sehe ich ebenfalls so, und so kam Giovanna ins Buch. Und die Zwiebelmarmelade ist zwar nicht verbürgt, aber in einem vegetarischen italienischen Haushalt sehr möglich. Als ich das schrieb, kochte ich sie gerade selber, und so landete auch diese Köstlichkeit im Buch.  

F.: Bekommt die Protagonistin (Marguerite) ihre Frage letztendlich beantwortet?

A.: Wie eine Leserin das treffend beschreibt: Diese Spannung zieht sich duchs ganze Buch, und so soll es auch bleiben. Am Ende beantwortet es sich ja sowieso – hoffentlich!  für jeden einzelnen Leser.